Umweltminister Jost ernennt sechs engagierte Naturschützer zu ehrenamtlichen Naturwarten

Alle sechs engagieren sich schon seit Jahren ehrenamtlich für die Natur. Jetzt wurden sie von Umweltminister Reinhold Jost zu Ehrenbeamten in die Naturwacht Saar berufen: Martina Mittelstaedt, Hans Jürgen Meier, Dieter Bettinger, Rainer Ulrich, Georg Hubig und Gerhard Niklas. Wobei die fünf Letztgenannten bereits Erfahrungen in diesem Ehrenamt gesammelt haben.

Ulrich, Hubig, und Niklas sind Naturwarte der ersten Stunde. Seit 2007 sind sie in den ihnen zugewiesenen Schutzgebieten aktiv. Für Dieter Bettinger ist es die zweite Berufungsperiode. Er ist seit 2012 Naturwart. Und Hans Jürgen Meier möchte sich nun nach mehrjähriger Pause erneut als Naturwächter engagieren.

Ganz neu dabei ist Martina Mittelstaedt. Allerdings hat die Studentin der Umweltwissenschaften mit ihren 23 Jahren bereits jede Menge Naturschutz-Aktivitäten vorzuweisen.

 

Aufgabe der sechs neu berufenen Naturwarte wird es sein, in einem ihnen zugewiesenen Bereich Pflanzen, Tiere und deren Lebensräume vor Eingriffen zu schützen. Sie werden bestimmte Schutzgebiete betreuen und überwachen sowie die derzeit vier hauptamtlich tätigen Mitarbeiter der Naturwacht unterstützen. „Ich freue mich, dass wir hier wirklich kompetente Mitstreiter im Sinne der Natur gewonnen haben. Ich wünsche Ihnen in unser aller Interesse im neuen Ehrenamt viel Erfolg“, so Minister Jost bei der Überreichung der Ernennungsurkunden.

 

Martina Mittelstaedt ist als Betreuerin für das Naturschutzgebiet Saarkohlenwald/Urwald vor den Toren der Stadt vorgesehen. Der gelernte IT-Kaufmann und Systemanalytiker Hans Jürgen Meier wird im Naturschutzgebiet Wadrilltal eingesetzt. Dieter Bettinger, ausgebildeter Schlosser und Landwirt, wird sich als Naturwart auf das Schutzgebiet Bremerkopf bei Steinberg konzentrieren. Der pensionierte Realschullehrer und Schmetterlingsexperte Rainer Ulrich betreut weiterhin das Naturschutzgebiet Oberes Merchtal.


Der Kirkeler Georg Hubig setzt sich mit seinen 69 Jahren weiterhin für das Schutzgebiet Neuhäuseler Arm ein. Dort drängt er alle Jahre mit Körpereinsatz den Adlerfarn zurück und sensibilisiert die Bevölkerung mit Führungen für den Naturschutz. Und der ebenfalls aus Kirkel stammende, pensionierte Biologielehrer Gerhard Niklas kümmert sich auch weiter um das Naturschutzgebiet Limbacher Sanddüne.

 

Jost: „Die Naturwarte leisten einen wertvollen Beitrag, indem sie die Natur nicht nur schützen, sondern die Menschen – und hier vor allem Kinder und Jugendliche – auch an die Natur heranführen. Sie sind damit wirkliche Mittler zwischen Natur und Mensch. Dieses Engagement ist nicht hoch genug zu schätzen.“

 

Die ehrenamtlich Tätigen sind als Ehrenbeamte gemäß § 6 Absatz 2 des Saarländischen Beamtengesetzes berufen. Die insgesamt nunmehr 21 ehrenamtlichen Naturwartinnen und Naturwarte unterstützen punktuell die hauptamtlichen Naturwächter bei deren gesetzlichen Aufgaben, die rund 10.000 Hektar Naturschutzgebiete und die fast 30.000 Hektar Natura 2000-Gebiete zu betreuen.

 

Die ehrenamtlichen Naturwartinnen und Naturwarte betreuen persönlich ausgesuchte Gebiete, die oft wohnortnah gelegen sind.

Dazu gehört, dass sie die einzelnen Schutzgebiete regelmäßig aufsuchen und überprüfen, ob sich die Gebiete im Sinne des Schutzzieles und des Schutzzweckes entwickeln. Auch können sie kleinere Pflegearbeiten selbst durchführen, sofern diese nicht durch das ansonsten für die Pflege und Unterhaltung der Schutzgebiete zuständige Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz vorgesehen sind. Einen wertvollen Beitrag für die Umweltbildung leisten sie durch die angebotenen Führungen durch die Schutzgebiete, z.B. für Schulklassen.

 

Der Artikel wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt durch das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz. Vielen Dank.